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Die Menschen
hinter dem Obsthof Wicke

Tobias Wicke - Betriebsleiter
Tobias Wicke ist gelernter Landschaftsgärtner und war viele Jahre mit eigener Firma im Garten und Landschaftsbau in der Nähe von Karlsruhe tätig. Besonders am Herzen liegen ihm Natursteinarbeiten und die Gestaltung naturnaher Gärten. Nach seinem Studium zum Diplom-Ingenieur für Gartenbau in Geisenheim übernahm er im Obsthof Wicke alle Betriebsabläufe von der Pflanzung/Erstellung neuer Obstanlagen inklusive Beregnung und Bewässerung, Kulturarbeiten im Jahresverlauf bis zur Ernteorganisation, Lagerung und Verarbeitung. Alle Maschinenarbeiten, Wartung und Reparaturen sowie die Lagerung/Lagertechniktechnik liegen in seiner Verantwortung sowie der Landauer Wochenmarkt.
Seine Leidenschaft für Gartenbau spiegelt sich überall auf dem Hof wider, besonders im naturnah gestalteten Garten des Tiny Houses.
Carola Wicke – Betriebsleiterin
Carola Wicke ist gelernte Gärtnerin der Fachrichtung Obstbau. Nach Ihrer Ausbildung zur Obstbäuerin im Alten Land folgte ein Auslandsaufenthalt in Neuseeland mit Tätigkeit im dortigen Obstbau. Der Gartenbauliche Weg führte ebenfalls weiter zur FH Geisenheim und zum Diplomabschluss.
Im Obsthof Wicke ist sie verantwortlich für alle Handarbeiten über sachgerechten Winterschnitt, Handausdünnung und Ernte bis zur Sortierung für den Verkauf, Überwachung von Krankheiten und Schädlingsmonitoring, den Hofladen, das Hofcafé, Büroarbeiten und die Feriengäste im neu errichteten TinyHouse.
Unterstützt wird die Familie von Cristian Tartarean und seiner Familie sowie einem engagierten Team aus Freunden und Mitarbeitern, die gemeinsam dafür sorgen, dass der Obsthof Wicke ein Ort voller Leben, Genuss und Herzlichkeit ist.
Komm vorbei und werde Teil dieser Geschichte – wir freuen uns auf dich!
Eine Geschichte von Leidenschaft, Mut und Wachstum – Die Reise des Obsthof Wicke
Unsere Geschichte beginnt mit zwei Menschen und einer großen Vision: Carola und Tobias Wicke. Beide verband von Anfang an eine tiefe Begeisterung für Natur und Gartenbau, die sie 1997 an die Hochschule Geisenheim führte. Dort studierten sie Gartenbauwissenschaften mit Schwerpunkt Obstbau und Betriebswirtschaft und schlossen ihre Ausbildung jeweils mit dem Diplom ab.
Nach dem Studium, ihrer Hochzeit und der Geburt ihrer ersten Tochter Pauline beschlossen sie, nicht nur gemeinsam durchs Leben zu gehen, sondern auch gemeinsam etwas Neues zu erschaffen. Trotz mancher Skepsis in ihren Familien, da beide aus keinem landwirtschaftlichen Hintergrund kamen, entschlossen sie sich 2002, ihren Traum von einem eigenen Obstbaubetrieb zu verwirklichen.
Die erste Herausforderung war die Suche nach einem passenden Betrieb – und es wurde schnell klar, dass ein etablierter Betrieb finanziell nicht erreichbar war. Doch mit Entschlossenheit und Zuversicht fanden sie in der malerischen Südpfalz genau das, was sie brauchten: Ein pensionierter Winzer aus Hochstadt verpachtete 2,5 ha Obstfläche sowie eine Scheune mit einem kleinen Schuppen und einem alten Schmalspurschlepper.
Aus diesem bescheidenen Anfang entstand in kürzester Zeit ihr erster kleiner Hofladen mit einer Kühlzelle. Die frisch geernteten Früchte wurden sorgfältig in der Scheune sortiert und dann stolz auf dem Wochenmarkt in Speyer sowie an kleineren Verkaufsständen angeboten. Der Betrieb wuchs schnell, und nach nur einer Saison wurde es Zeit für größere Pläne.
Ein neues Kapitel begann mit dem Erwerb des heutigen Betriebsgeländes in den Oberen Brückengärten. Mit Leidenschaft und großem Einsatz wurde das Gelände entrümpelt, aufgeräumt und ein alter Schweinestall in eine geräumige Lagerhalle samt eigenem Hofladen verwandelt. Ein erstes eigenes Kühlhaus wurde aus einem ehemaligen Gemüsegroßhandel übernommen und angepasst, und bald darauf ergänzte ein eigener gebrauchter Schlepper den Betrieb.
Mit den Jahren wuchsen nicht nur die Betriebsflächen auf stolze 12 Hektar Kern- und Steinobst, sondern auch die Familie selbst – die Kinder Hanna und Emil bereicherten das Leben auf dem Hof. Seit 2005 ist der Landauer Wochenmarkt ein wichtiger Bestandteil der Vermarktung, und der Hofladen wurde mehrmals vergrößert, um der wachsenden Nachfrage nach frischem, saisonalem Obst gerecht zu werden.
Doch das Obstbauleben ist nicht immer leicht: Nach mehreren frost- und hagelbedingten Ernteausfällen zwischen 2011 und 2015 entstand die Idee, den Betrieb mit einem charmanten Hofcafé zu ergänzen. Zwei liebevoll umgebaute Bauwagen dienten zunächst als Küche und Sanitäranlagen, und ein idyllischer Garten wurde mit gemütlichen Sitzgelegenheiten ausgestattet. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten, und so wuchs das Café kontinuierlich weiter.
2020 investierten Carola und Tobias erneut – diesmal in modernste Bewässerungs- und Frostschutztechnologien sowie ein neues Kühllager, um die Ernten optimal zu schützen und die Qualität der Produkte sicherzustellen.
Seit 2024 schmückt ein liebevoll gestaltetes Tiny House den heimischen Garten und bietet Gästen die Möglichkeit, die Schönheit und Ruhe des Obsthofs hautnah zu erleben.